Dieter Dorn, der Unter-Allgäuer aus Lautrach, der seine „Dorn-Methode“ in den 1970er Jahren entwickelt hat - und der im Januar 2011 verstorben ist -, sagt in seinen Büchern* selbst:

„Das Wirksame ist ganz einfach – einfach zu verstehen und einfach anzuwenden. Man muss nur dafür bereit sein. ….

Ein Dorn-Behandler ist ein Wegweiser: Er oder sie gibt einen Impuls, zeigt die Richtung, in die es für den Patienten weiter gehen kann, und gibt ein paar Hinweise und Übungen mit auf den Weg, den der Patient von nun an selbst gehen muss.

Der Erfolg einer Dorn-Behandlung ist maßgeblich davon abhängig, ob der Patient bereit ist, die Verantwortung für seine Gesundheit selbst zu übernehmen. …“

Was wird mit der Methode Dorn behandelt?

„… Es werden sogenannte Blockierungen behandelt. Darunter versteht man die vorübergehende Einschränkung der Beweglichkeit von Gelenken oder Bewegungssegmenten der Wirbelsäule. Diese Einschränkung bewirkt auch, dass die das Gelenk umgebende Muskulatur entsprechend verspannt ist. Auch das umgebende Gewebe kann in Mitleidenschaft gezogen und die Funktion der Organe, die dem Bereich zugeordnet werden, kann gestört sein. …

Gute Dorn-Behandler betrachten den Menschen ganzheitlich und kümmern sich nicht nur um Einschränkungen der körperlichen Funktion, sondern im Rahmen ihrer Möglichkeiten auch um die seelisch-geistigen Aspekte der Blockierung. …“

Was passiert bei einer Behandlung nach der Methode Dorn?

„… Es handelt sich dabei um eine sanfte Methode zur Korrektur von Fehlstellungen der Wirbel und Gelenke. Falsch stehende Wirbel werden mit einem Daumendruck auf ihre Dorn- und/ oder Querfortsätze in die richtige Position geschoben. Während das geschieht, bewegen Sie als Patient sich so, dass die Muskeln, die den betreffenden Wirbel umgeben, ständig in Bewegung sind. … Das bewirkt, dass die Muskeln auf ganz natürliche Weise etwas gelockert werden und sozusagen einen Moment lang loslassen.
In genau diesem Moment kann der Wirbel mit sanftem Druck wieder in die richtige Position geschoben werden.

Und weil es sich um eine natürliche Bewegung handelt, ist gleichzeitig gewährleistet, dass die Muskeln nicht zu weit loslassen. Es besteht also keine Gefahr, dass der Wirbel über seine Normalposition hinaus geschoben oder gedrückt wird. …

... Eigentlich drücken Sie den entsprechenden Abschnitt Ihrer Wirbelsäule selbst gegen den Daumen des Behandlers und versetzen dabei die umliegenden Muskeln in Bewegung. Der Behandler bietet Ihnen lediglich den Widerstand, den Sie mit Ihrer Bewegung selbst einfordern. Das unterscheidet die Behandlung nach der Methode Dorn ganz entscheidend von einer chiropraktischen Behandlung, bei der beispielsweise Ihr Kopf vom Behandler bewegt und die Halswirbelsäule höchstwahrscheinlich mit einer Art „Überraschungsruck“ eingerenkt würde. …“

Wie läuft die Behandlung ab?

„… ähnlich wie beim Bau eines Hauses… wird zuerst das Fundament gelegt, und zwar mit der Wasserwaage; denn wenn das Fundament schief ist, hat dies Auswirkungen auf die gesamte Statik des Hauses. Auf die Behandlung übertragen heißt das: Am Anfang steht immer die Überprüfung und Korrektur der Beinlängen.

Anschließend werden alle Beingelenke – Sprung-, Knie- und Hüftgelenke – einzeln überprüft und mit ein paar einfachen Handgriffen eingerichtet. Währenddessen liegt der Patient auf dem Rücken.

Anschließend steht er leicht vorgebeugt und stützt sich mit den Händen auf der Behandlungsliege, einem Tisch oder einer Stuhllehne ab, während der Dorn-Behandler die gesamte Wirbelsäule rechts und links der von außen sichtbaren Dornfortsätze mit beiden Daumen abtastet. Dabei spürt er über druckschmerzhafte Punkte minimale Fehlstellungen der Wirbel auf und drückt dagegen, während er den Patienten anweist, bestimmte Bewegungen zu machen: ein Bein vor und zurück schwingen, mit den Armen pendeln, den Kopf hin und her bewegen wie beim Nein sagen und so weiter.

Wichtig ist, dass der Patient diese Bewegungen selbst macht. Der Behandler stellt lediglich seinen Daumen zur Verfügung.

Das Abtasten und Drücken erfolgt von unten nach oben, also von der Lendenwirbelsäule zur Halswirbelsäule, wobei die obere Brustwirbelsäule und die Halswirbelsäule meist im Sitzen behandelt werden. …

... Auf jeden Fall aber erklärt der Behandler dem Patienten am Ende der Behandlung bestimmte Selbsthilfeübungen, die er ganz nach den Bedürfnissen des Patienten ausgewählt hat…

... Schließlich gibt er dem Patienten bestimmte Verhaltensanweisungen für die Zeit nach der Behandlung, aber auch für sein Bewegungsverhalten im Alltag. Diese sollen dafür sorgen, dass der durch die Behandlung gesetzte Impuls die Selbstheilungskräfte des Körpers anregen und weiter wirken kann. …“

Tut die Behandlung weh?

„Die Behandlung selbst verursacht keinen oder nur einen ganz kurzen Schmerz, der aber eher als wohltuend empfunden wird. Nach der Behandlung können allerdings drei Tage bis eine Woche lang Schmerzen auftreten, die ein wenig an Muskelkater erinnern. Was da weh tut, sind tatsächlich die Muskeln, denn die müssen sich erst daran gewöhnen, dass der Wirbel, den sie so lange in seiner falschen Position „gesichert“ haben, nun richtig steht und sie ihn von nun an anders halten müssen.“

Wann darf mit der Methode Dorn behandelt werden und wann nicht?

„Die Art der Behandlung setzt natürlich voraus, dass Sie als Patient noch entsprechend beweglich sind, denn Sie müssen ja aktiv an der Behandlung mitwirken.

Es gibt aber auch Kontraindikationen. Nicht angewandt werden sollte die Methode Dorn

  • bei Verletzungen und noch nicht verheilten Brüchen, etwa nach einem Unfall
  • bei akuten Entzündungen
  • bei Bandscheibenvorfällen beziehungsweise nach einer Bandscheibenoperation
  • bei ausgeprägter Osteoporose („Knochenschwund“, häufige Alters-Erkrankung des Knochens, die ihn für Brüche anfälliger macht)
  • bei Tumoren
  • bei Morbus Bechterew (chronisch verlaufende, entzündlich-rheumatische Erkrankung, die sich vor allem an der Wirbelsäule auswirkt)
  • bei Schwangerschaft dürfen ab dem 5. Monat die Lendenwirbel nicht mehr behandelt werden“

*Bücher von Dieter Dorn:

„Die ganzheitliche Methode Dorn“, Integral Verlag 2007 und „Es ist nie zu spät für einen gesunden Rücken – Die Haltungsschule der METHODE DORN“, Integral Verlag 2009

Bitte beachten Sie:

Alle vorgestellten Methoden basieren auf langjährigen Erfahrungswerten derer, die sie entwickelten, und derer, die mit ihnen arbeiten, und sind als alternative Methoden schulmedizinisch noch nicht anerkannt.

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